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Dokumentationsarchiv zur Erforschung der Geschichte des Funkwesens
und der elektronischen Medien
(Internationales Kuratorium QSL Collection)

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Der Deutsche Freiheitssender 904

Infrastruktur
Programm
Reaktion
Das Ende
Historische Bewertung, Literatur & Quellen

Historische Bewertung des Deutschen Freiheitssender 904

Der Sender ist wegen seiner festen Stationierung in der DDR, ohne deren offizielle Bestätigung, als Grausender zu bezeichnen. In seiner 15jährigen Sendezeit befolgte der Sender seinem von SED und KPD gegebenen Auftrag als Organ der illegalen KPD. Die Finanzierung des Senders erfolgte durch die SED, konkrete Beträge ließen sich aber nicht mehr feststellen.

Die maßgebliche Rolle im Programminhalt des Senders spielte sein Feindbild, wie sich an der Sprache feststellen läßt. Bundesregierung, Wirtschaft und Militär der BRD  waren die Hauptziele der Angriffe des DFS 904. Regierung und Militär wurden immer wieder in Bezug auf das III. Reich gestellt. Dies erfolgte in den Programmen entweder durch direkte Nennung von früheren Nationalsozialisten in ihrer damaligen und aktuellen Position, durch Verwendung von pejorativen Wörtern des nationalsozialistischen Wortschatzes im Zusammenhang mit diesen Personen oder Vorgängen, die von ihnen ausgelöst wurden, oder indirekt durch Unterstreichung der vermeintlich anderen, fortschrittlichen geschichtlichen Tradition, in der sich Kommunisten gesehen haben. Diese drückten sich in den Schlagworten „Frieden, Entspannung“ und „Abrüstung“ aus.

Diese programmatische Vorgehensweise blieb während der gesamten Sendezeit des DFS 904 gleich. Informationen aus der Bundesrepublik, zumeist aus Tageszeitungen oder der dpa entnommen, wurden im kommunistischen Sinne verändert bzw. durch Material der Presseabteilungen der SED und KPD ergänzt und in den Programmen verarbeitet. Dies erfolgte zumeist auf spekulativem Wege, d.h. Andeutungen in Presseartikeln wurden als weitere Tatsachen dargestellt. Verstärkt wurden „Enthüllungen“ durch mehrfache Wiederholung im Programm und deren Verallgemeinerung. Schließlich ging es dann nicht mehr um einen einzelnen „Skandal“, sondern um die grundsätzlich zu verändernde Situation in der BRD, die sich nur in dem vermeintlichen „Skandal“ einmal mehr ausgedrückt hätte. Sprachlich suggerierte der Sender in seinen verbreiteten Informationen zusätzlich eine Art Allgemeingültigkeit durch wiederholende Aussagen zur angeblich negativen Stimmungslage in der Bevölkerung der BRD. Dies geschah durch Verwendung von vereinnahmenden Phrasen, wie „Wir hier in der BRD“ oder „bei uns“.  Beim Zuhörer sollte immer wieder der Eindruck entstehen, die BRD befinde sich in einer ständigen wirtschaftlichen Krise und werde durch ehemalige Nationalsozialisten kontrolliert, welche die Verfassung außer Kraft setzen wollen. 

Konkrete Politik versuchte man über spezielle Programme für einzelne Gruppierungen innerhalb der BRD zu betreiben. Vor allem die Sendung Hier spricht die KPD war als Anleitung für die illegalen Gruppen gedacht, auch wenn sich Aktionen der Anfangsphase, wie das Durchgeben vollständiger Texte zur Erstellung von Flugblättern, im beobachteten Zeitraum nicht mehr feststellen ließen. Es ging darum, eine starke aktive Politik der KPD in der BRD zu vermitteln, die es allerdings so schon vor dem Verbot nicht mehr gegeben hatte. Dies kam deutlich in den Gewerkschaftssendungen zum Ausdruck, in denen Programmentwürfe derselbigen analysiert werden und Verbesserungsvorschläge geliefert wurden, ohne aber Programme westdeutscher Gewerkschaften grundsätzlich ändern zu können. Man beschränkte sich daher eher auf allgemeine Appelle, z.B. dem rechten Flügel der SPD nicht zu viel Macht einzuräumen. Es liegt die Vermutung nahe, der Sender schien sich hier nicht ganz sicher, ob durch bloße doktrinäre Darlegung der eigenen Standpunkte nicht gänzlich auf eine kommunistische Stimme in der BRD durch die Adressaten der Sendungen verzichtet würde und den Kommunisten dadurch die letzte Tür zu gesellschaftlichen Gruppen verschlossen würde. So glaubte man noch halbwegs an die Möglichkeit, mit den „fortschrittlichen Kreisen“ in Aktionsgemeinschaft treten zu können und betrachtete sich, in Verkennung der eigene Lage, als einzige Organisation, die dies bewerkstelligen könne. Deutlich einfacher war daher die Sendung für die Bundeswehr zu gestalten, konnte hier doch das traditionelle Feindbild von Militarismus und Imperialismus gepflegt werden. Die Sendung war in ihrer Wirkung auch die erfolgreichste. In vielen Stuben der Bundeswehrkasernen lief abends ab 21:00 Uhr der DFS 904, wenn auch eher wegen der aktuellen Schlagermusik. Trotzdem schien die Sendung einige unzufriedene Soldaten zu überzeugen, wie Presseberichte bestätigten. Der Erfolg der Sendung läßt sich auch daran ablesen, daß die DDR der Sendung einen eigenen Soldatensender beigesellte.

Die ostdeutsche Presselandschaft nahm den Sender als eine Quelle für enthüllende Nachrichten auf, wie die diversen ADN-Meldungen bezeugen. Dadurch sollte der Sender als eine investigative journalistische Quelle gewürdigt werden und davon ablenken, daß man sich eigentlich zumeist westlicher Presseerzeugnisse als Quelle bemächtigte. Die Westpresse hatte für den Sender eher die Bedeutung einer günstigen Informationsquelle und Ideengeber für Beiträge. Die Berichte der westdeutschen Zeitungen stellten für den DFS 904 unabhängig ihres Inhaltes eine Bestätigung ihrer Arbeit dar, wie sich an der ausführlichen Artikelsammlung im Redaktionsarchiv ablesen läßt. Beeinflußt haben sie die Sendungen nur wenig, da es sich um Erzeugnisse des Gegners gehandelt hat. Diese wurden nur in sehr extremen Fällen, in denen der Sender besonders schlecht wegkam, mit Dementis beantwortet.

Das Selbstbild des Senders in der Tradition der Antifaschisten und Antimilitaristen beruhte zum größten Teil auf die leitenden Mitarbeiter des Senders. Diese kannten sich zum Großteil aus gemeinsamer Zeit im spanischen Bürgerkrieg, wo man u.a. für den ersten Freiheitssender arbeitete. Hinzu kamen noch Erfahrungen aus Verfolgung unter Hitler und die Vorgänge um das Verbotsverfahren der KPD, die ihr Bild vom DFS 904 als eine Art aktiven Widerstand gegen die sich „refaschisierende“ BRD stark beeinflußten. Diese antifaschistische Tradition wurde daher nicht im Sinne der später mythologisierenden Form der DDR zelebriert, sondern aus den persönlichen Erfahrungen der Redakteure und Verantwortlichen des DFS 904 heraus aktiv gelebt. Das Metabild war dadurch natürlich sehr getrübt. Man sah sich oder wollte sich als ständiges Ziel der BRD-Geheimdienste sehen, auch wenn eine Gefahr unmittelbar nicht bestand, sendete und produzierte man doch vom Gebiet der DDR aus. Die Logik des Kalten Krieges aber ließ dem vermuteten Bild des Gegners über den Sender nur wenig Spielraum. Eine Verfolgung fand, wie das eifrige Transkribieren der Sendungen  und die weiteren polizeilichen Maßnahmen gegen Kommunisten in der BRD zeigten, auch statt, aber es lag eine starke Beeinflussung durch das Selbstbild vor. Dieses Selbstbild beeinflußte das Bild des Gegners über den DFS 904 dahingehend, daß von einer besonderen Machtstellung des Senders in Form eines Informationsmonopols für kommunistische Ideen in der BRD ausgegangen wurde, welches die staatlichen Organe der BRD zum Zittern bringen könne. Man wollte zudem ein Teil des illegalen Kampfes sein, der gegen das Verbot der KPD anzukämpfen hatte. Diese Teilnahme am Untergrundkampf war im sicheren Hafen der DDR nur durch das Konspirationsgebot beim Sender zu erreichen bzw. zu simulieren, das als Kitt des Senders funktionierte und die Redakteure motivieren sollte. Diese fanden aber das konspirative Verhalten um den Sender eher belastend, weshalb in Parteiversammlungen am Sender den Mitarbeitern die Regeln immer wieder unter Hinweis auf Aufgabe und Struktur des Senders eingeschärft werden mußten. Die von der Sendeleitung immer wieder gewünschte Einhaltung der Trennung von Agitationsdiskussion innerhalb der Redaktionssitzungen und Propagandafragen im Bereich der Parteigruppensitzungen ließ sich wegen der Personalunion beim Sender nie richtig verwirklichen. Zudem hatte die Redaktion für sonstige DDR-Rundfunkverhältnisse eine starke Autarkie. Eine Endabnahme vor Ausstrahlung der Sendungen gab es nicht. Diese war aber auch nicht nötig, da alle Redakteure 100 % von ihrer geforderten Aufgabe überzeugt waren und viele bewährte und erfahrene kommunistische Journalisten zum Sender berufen wurden.  Die Aufspaltung in verschiedene Gruppen im Sender und der dadurch erhoffte Wettbewerb untereinander wurde durch die Macht des gewohnten Tagesablaufs in der Redaktion untergraben.

Ein Wettbewerb innerhalb des Senders hätte auch keinerlei Auswirkungen auf das Produkt gehabt, nämlich die Sendungen und ihre Wirkung beim Zielpublikum. Diese war sowieso schon durch eine schlechte Frequenz stark eingeschränkt. Das Feedback in der Anfangsphase war dementsprechend. Bei der Frequenz konnte nur minimal durch geringfügige Abwanderung 4 kHz höher reagiert werden, anders bei Informationen zum Programm. Hier wurde die Rücksprache mit den KPD-Landesverbänden in der BRD als Gradmesser verwendet, wenn  auch nicht auf alle Kritikpunkte eingegangen wurde. Immerhin kam man der Aufforderung nach, einen täglichen Kommentar einzuführen. Bei der Musik zeigte man sich kompromißloser, die aktuelle Schlagermusik war ein zu gutes Lockmittel, unpolitische Hörer der BRD an den Sender zu binden. Man versäumte es jedoch, ein regelmäßiges „Feedback“ einzufordern und wollte sich diesem auch nicht stellen. Daher arbeitete der DFS 904 eindeutig nach einem linearen Kommunikationsprozeß. Reaktionen von Seiten der KPD und SED können nur eingeschränkt, z.B. im Falle der Rückmeldungen der einzelnen Landesverbänden der illegalen westdeutschen KPD, oder überhaupt nicht, wie im Falle der Auswertungen der SED, als „Feedback“ gewertet werden, da es sich hier um einen Teil der Kommunikatoren handelte. Reaktionäre Rückmeldungen und Aufforderungen von Seiten der SED torpedierten die Bemühungen, ein Sender für Westdeutschland zu sein. Bestätigt wird dieser Mangel an Bewußtsein, ein „Feedback“ zur besseren Wirkung des Senders auszuwerten, an der späten Einführung einer Postadresse. Diese ergab für die Verantwortlichen nicht die Möglichkeit einer Rücksprache, sondern nur eine weitere Möglichkeit der Agitation. Die relativ geringe Zahl der Briefe für einen Sender dieser Sendeleistung zeigten eher ein Desinteresse an politischer Diskussion beim Hörer, viele der Briefe enthielten zudem lediglich Musikwünsche. Auch hier zeigten sich wiederum die Versäumnisse, die man in der Konzeption des Senders nicht beachtete: Der Geheimsender mußte sich den neuen Entwicklungen in einer veränderten Medienlandschaft geschlagen geben. Zwar versuchte man die Empfangsbedingungen seitens der KPD durch eigene Vorschläge zu verbessern, begrub diese Vorschläge jedoch wieder schnell nach Ablehnung durch die SED und begnügte sich mit der schlechten Ausgangsbasis auf der zugeteilten Mittelwellenfrequenz. Eine Wirkung in Form eines vom Sender gewünschten Ideologietransfers im Sinne des kommunistischen Kommunikationsmodells kann daher ebenso angezweifelt werden. Dies war wohl auch der SED klar, wie sich an der Kritik Materns am Sender zeigte, konnte aber nicht maßgeblich verändert werden. Vielleicht reichte der SED schon der Wirbel, den der Sender in Bonn verursachte. In der Agitation war der Sender durchaus erfolgreich, denn er konnte getreu der Vorgabe Lenins durch ständige Beispiele die vermeintlichen Schwächen des Kapitalismus aufzeigen. Der kollektive Organisator war der Sender aber möglicherweise nur in der Anfangsphase, später konzentrierte er sich fast ausschließlich auf massive agitative Zersetzung. Als Propagandist mag der Sender nur für die versprengten KPD-Gruppen hilfreich gewesen sein, ein Ersatz für die durch das Verbot eingestellten offiziellen Tageszeitungen konnte er niemals sein. Dem dialektisch-kritischen Massenkommunikationsansatz kann der Sender daher auch nicht gerecht werden, da die fehlende Möglichkeit der „Masse“ am Kommunikationsgeschehen teilzunehmen, durch die eigene Definition als Geheimsender nicht gegeben sein konnte und man diesen auch nicht wollte. Allerdings hatte die Definition und das Verhalten als ein Geheimsender dem DFS 904 in der DDR etwas Spielraum verschafft, den offizielle Sender durch die sonstige diplomatische Funkstille zwischen Bonn und Ost-Berlin nie bekommen hätten.  Um bei der bundesdeutschen Bevölkerung Gehör zu finden mußte man sich dem westlichen Geschmack anpassen. Die Schlagermusik war das Mittel, die kommunistischen Ideen besser zu verpacken. Der Spielraum war allerdings nicht groß genug, um auch die inhaltliche Gestaltung der Wortprogramme variabler zu gestalten. Völlig abhängig vom Geld der SED hatte der Sender die Gradwanderung zu bestehen, auch dem Geschmack und den Vorstellungen der SED-Mächtigen im Programm wenigstens ansatzweise Genüge zu tun. Dieser unterschied sich erheblich von dem der  Bevölkerung, wie man auch in den offiziellen Programmen des DDR-Rundfunks hören konnte. Daher schaltete die Bevölkerung der DDR, insbesondere die Jugend, immer wieder den DFS 904 ein und brachte die Mächtigen der DDR in Erklärungsnöte. Das falsche Publikum in der DDR und die Finanzierung durch die SED verhinderte eine weniger starke, vom konträren Klassenstandpunkt ausgehende Argumentationsweise in dieser Form, wie sie teilweise in den Gewerkschaftssendungen als konstruktive Kritik vorkam. Die stark einseitige Argumentationsweise verprellte daher auch die meisten westdeutschen Zuhörer, die schließlich auch nur noch wegen der Musik einschalteten. Der Sender konnte nicht glaubhaft transportieren, aus dem Gebiet der BRD zu senden und für die freiheitlichen Rechte der Verfassung der BRD einzutreten.

Inhaltlich warb der Sender bei seinen Hörern immer um Entspannung zwischen DDR und BRD im Sinne seines beherbergenden ostdeutschen Staates. Als sich diese Entspannung, für die der Sender und die KPD jahrelang geworben hatten, Ende der 60er Jahr behutsam abzeichnete, war der Sender eines der ersten Opfer. Der DFS 904 als Werber für angebliche Entspannung schien nun genau dieser im Wege zu stehen. Der lineare Kommunikationsprozeß verhinderte eine rechtzeitige Anpassung an die neuen politischen Gegebenheiten. Er hatte seine Existenzberichtigung nur solange aufrecht erhalten können, wie sich die Ausgangslage von 1956 für eine kommunistische Partei nicht veränderte und sich die beiden deutschen Staaten starr in ihren jeweiligen Bündnissen bewegten, die keinerlei Spielraum für innerdeutsche Beziehungen übrig ließen. Wenn sich auch die Entspannung als trügerisch erwies, so änderten sich wenigstens die „Spielregeln“ des Kalten Krieges zwischen den beiden deutschen Staaten ein wenig, so daß sich auch die Waffen im Ätherkrieg änderten. Der DFS 904 war so gesehen seit dem Amtsantritt Honeckers für die SED nicht mehr als eine Waffe in diesem Ätherkrieg gegen Bonn. Eine neue legale kommunistische Partei in der BRD entzog dem DFS 904 sein für die BRD behauptetes kommunistisches Informationsmonopol. Nach seiner Abschaltung geriet er deshalb auch schnell in Vergessenheit.

 

 

 

Bibliographie

 

 

Vollständige Bibliographie der Magisterarbeit

 

 

 

1.     unveröffentlichte Quellen

 

SAPMO-Bundesarchiv Berlin:

 

BY1                            Kommunistische Partei Deutschlands

DY30/IV A2/10.02     SED Agitationskommission ( Westabteilung)

DY30/IV 2/2028         Büro Albert Norden

DY30/IV 2/9.02          ZK der SED, Abteilung Agitation

DY30/IV 2/6.05          ZK der SED, Abteilung Verkehr- und          

                             Verbindungswesen

DY30/ J IV 2/2/          Politbüro der SED

NY/4076                     Nachlaß Albert Norden

 

 

Deutsches Rundfunkarchiv, Potsdam:

 

Zeitungssammlungen der Abteilung Schriftgut

 

Freie Universität Berlin, Bibliothek Publizistik:

 

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Abteilung Nachrichten:

Deutscher Freiheitssender 904. Transkription der Sendungen 1964 – 1970.

 

 

2.     veröffentlichte Quellen

 

Akten des Deutschen Bundestages, 3. Wahlperiode. ORT DATUM????

 

Archiv der Gegenwart. Band 2. 1953-1957. St. Augustin 2000.

 

Priess, Heinz: Spaniens Himmel und keine Sterne. Ein deutsches Geschichtsbuch. Erinnerungen an ein Leben und ein Jahrhundert. Berlin 1996.

 

3.     verwendete zeitgenössische Periodika

 

Berliner Zeitung, Bild, Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Eulenspiegel, Flensburger Tageblatt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Hamburger Morgenpost, Industriewarndienst, Informationen für die Truppe, Junge Welt, Kölnische Rundschau, Neues Deutschland,  Saarländische Stimme der Freiheit, Flüchtlingsanzeiger, Freiheit, SBZ-Archiv, Der Spiegel, Süddeutsche Zeitung, Unsere Zeit, Wehrausbildung in Wort und Bild, Die Welt, Welt der Arbeit, Die Zeit

 

4.     Radiosendungen und Tonträger

 

Perl, Angelika u. Kainz, Peter: Der Laubfrosch hat die Farbe gewechselt. Geheimes Radio im Kalten Krieg. DeutschlandRadio Berlin 2000.

Manuskript unter: http://www.radiobremen.de/rb2_archiv/feature/2001/20010819.shtml

 

5.     Interviews

 

mit Adolf und Christa Broch in Düsseldorf persönlich und telefonisch im Zeitraum November 2002 bis April 2003.

 

6.     Lexika

 

Fischer Lexikon Publizistik Massenkommunikation. Hrsg. v. Elisabeth Noelle-Neumann, Winfried Schulz u. Jürgen Wilke. Frankfurt/Main 1991.

Kleines Politisches Wörterbuch. Hrsg. v. einem Autorenkollektiv unter der Leitung von Gertrud Schütz. Berlin (Ost) 1988.

Wer war wer in der DDR? Ein biographisches Lexikon. Hrsg. v. Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs u. Dieter Hoffmann. Bonn 2001.

 

7.     Literatur, Dokumentationen

 

Bender, Peter: Die „Neue Ostpolitik“ und ihre Folgen. München 1996.

Bergmann, Helmut: Freiheitssender und Soldatensender – eine deutsche Episode. In Funk-Amateur 4 (2001), S. 376-377.

Boelcke, Willi A: Die Macht des Radios. Weltpolitik und Auslandsrundfunk 1924– 1976. Frankfurt/Main 1977.

Frei, Daniel: Wie Feindbilder entstehen. In: Feindbild. Geschichte – Dokumentation -Problematik. Hrsg. von Günther Wagenlehner. Frankfurt/Main 1989, S. 222-226.

Fricke, Karl Wilhelm: Klassenkampf auf illegalen Frequenzen. Die Agitation des kommunistischen „Freiheitssender 904“ und des „Deutschen Soldatensenders“. In: Der Wahrheit verpflichtet. Berlin 2000, S. 474-480. Wiederabdruck aus: SBZ-Archiv 12 (1961). S.218-220.

Fülberth, Georg: KPD und DKP 1945-1990. Heilbronn 1990.

Gibas, Monika: Ideologie und Propaganda. In: Die SED. Geschichte –Organisation -Politik. Ein Handbuch. Hrsg. von Andreas Herbst, Gerd – Rüdiger Stephan u. Jürge Winkler. Berlin 1997, S. 241-262.

Kaase, Max: Massenkommunikation und Massenmedien. In: Handwörterbuch zur Gesellschaft Deutschlands. Hrsg. v. Bernhard Schäfers u. Wolfgang Zapf. Bonn ²2000. S. 460-471.

Klocksin, Jens Ulrich: Kommunisten im Parlament. Bonn 1993.

Koszysk, Kurt u. Pruys, Karl Hugo: Handbuch der Massenkommunikation. München 1981.

Lerg, Winfried B. u. Schulte-Döinghaus, Ulrich: Der Rundfunk und die kommunistische Emigration. Zur Geschichte des „Deutschen Freiheitssenders“ 1937 – 1939. In: Rundfunk und Politik 1923 bis 1973. Beiträge zur Rundfunkforschung. Hrsg. von Winfried B. Lerg und Rolf Steininger. Berlin 1975. (= Rundfunkforschung Band 3), S. 179-214.

Löser, Horst:  Der politische Geheimsender. In: DW Handbuch für internationalen Kurzwellenrundfunk 72. Hrsg. von der Deutschen Welle. Berlin 1971, S. 31-39.

von Löwis of Menar, Henning: Die Rolle des Rundfunks im Ost-West-Konflikt. In: Handbuch der Deutschen Außenpolitik. Hrsg. von Hans-Peter Schwarz. München 1975, S. 533-553.

Maletzke, Gerhard: Massenkommunikationstheorien. Tübingen 1983.

Die Massenmedien der DDR. Presse, Rundfunk, Fernsehen und Literaturbetrieb im Dienste der SED. Hrsg. von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bonn ²1983.

Mensing, Wilhelm: Wir wollen unsere Kommunisten wieder haben... . Demokratische Starthilfen für die Gründung der DKP. Zürich und Osnabrück 1989.

Priess, Heinz: Spaniens Himmel und keine Sterne. Ein deutsches Geschichtsbuch. Erinnerungen an ein Leben und ein Jahrhundert. Berlin 1996.

Riedel, Heide: Hörfunk und Fernsehen in der DDR. Funktion, Struktur und Programm des Rundfunks der DDR. Hrsg. vom Deutschen Rundfunk-Museum. Köln 1977.

Der Rundfunk in der Sowjetzone. Eine Übersicht über Organisation, Programmgestaltung, Sender und Agitationsarbeit des Rundfunks in der Sowjetzone. Hrsg. vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen. Bonn 1961.

Sartoris, Stephan: Konfrontation im Äther. Dargestellt am Beispiel der beiden deutschen Staaten. Hausarbeit zur Erlangung des akademischen Grades eines Magister Artium. Mainz 1992.

Scheer, Andrè u. Steffens, Christian: Roter Schwarzfunk. Freiheitssender 904 und Deutscher Soldatensender. Göttingen o. D. [1988]. http:/www.andre-scheer.de

Scheer, Andrè: Rundfunk in der Deutschen Demokratischen Republik. 1945-1990. Göttingen o.D.

Soley, Lawrence C. und Nichols, John S.: Clandestine Radio Broadcasting. A study of revolutionary and conterevoultionary electronic communication. New York 1987.

Wilke, Jürgen u. Sartoris Stephan: Radiopropaganda durch Geheimsender der DDR im Kalten Krieg. In: Pressepolitik und Propaganda. Historische Studien vom Vormärz bis zum Kalten Krieg. Hrsg. von Jürgen Wilke. Köln u.a. 1997, S. 285-331.  

Wilke, Jürgen: Mediengeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Überblick und Phasengliederung. Bonn 1999. Darin ders. auch: Massenmedien und Vergangenheitsbewältigung. S. 649-671.

 

8.     Abkürzungsverzeichnis

 

ADN

APO                außerparlamentarische Opposition

BArch             Bundesarchiv

BRD                Bundesrepublik Deutschland

BStU               Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes

                        der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

CSSR             

DDR               Deutsche Demokratische Republik

DFS 904         Deutsche Freiheitssender 904

DKP                Deutsche Kommunistische Partei

DRA               Deutsches Rundfunkarchiv

DPA                Deutsche Presseagentur

DSS 935         Deutscher Soldatensender 935

DW                 Deutsche Welle

EKKI              Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale

FAZ                Frankfurter Allgemeine Zeitung

FDJ                 Freie Deutsche Jugend

IG                    Industriegewerkschaft

KPD                Kommunistische Partei Deutschlands

KPdSU            Kommunistische Partei der Sowjetunion      

NATO

NKFD             Nationalkomitee Freies Deutschland

ND                  Neues Deutschland

NWDR           

PB                   Politbüro

RIAS               Rundfunk im amerikanischen Sektor

RFE                Radio Free Europe

SAPMO          Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im 

                        Bundesarchiv

SED                Sozialistische Einheitspartei Deutschlands

SFB                 Sender Freies Berlin

SU                   Sowjetunion

SPD                Sozialdemokratische Partei Deutschlands

SZ                   Süddeutsche Zeitung

UdSSR

UKW               Ultrakurzwelle           

ZU                   Unsere Zeit

ZK                   Zentralkomitee

 



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